Die BBA Hagen feiert in Herten ihre Premiere in der ProB. Nach einem lange umkämpften Spiel muss sich das Team am Ende mit 73:88 geschlagen geben. Jetzt richtet sich der Blick auf die erste ProB-Heimpremiere am 3. Oktober.
Der Auftakt: Die BBA Hagen ist in Herten in ihre erste ProB-Saison gestartet. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie, in der die Gastgeber zunächst leicht die Nase vorn hatten. Nach dem ersten Viertel lag Herten mit 21:18 vorne. Die BBA blieb jedoch dran und fand insbesondere im zweiten Abschnitt gute offensive Lösungen.
Der starke zweite Abschnitt: Vor allem Juri Glavovic übernahm Verantwortung und erzielte allein im zweiten Viertel zwölf Punkte. Trotzdem gelang es Herten, den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 45:37 auszubauen. Die BBA blieb damit aber weiterhin in Schlagdistanz.
Der Wendepunkt: Nach dem Seitenwechsel erhöhte Herten den Druck und konnte sich weiter absetzen. Die BBA kämpfte weiter und setzte immer wieder Akzente. Kurz vor Ende des dritten Viertels sorgte Viktor Ziring für eine besondere Szene: Nach einem Foul bei einem Dreipunkteversuch verwandelte er alle drei Freiwürfe. Vor dem Schlussviertel stand es 66:54 für die Gastgeber.

Die Schlussphase: Im letzten Abschnitt fand die BBA offensiv nur noch schwer ihren Rhythmus. Herten kontrollierte das Spiel und brachte den Vorsprung über die Zeit. Am Ende stand ein 88:73-Erfolg der Gastgeber auf der Anzeigetafel.
Die Stimme zum Spiel: Cheftrainer Ingo Freyer sieht den entscheidenden Faktor vor allem in der Wurfquote. „Grundsätzlich haben wir uns sehr viele gute Möglichkeiten erarbeitet. Wir hatten fast 20 Würfe mehr als Herten, weil wir sehr gut am offensiven Rebound gearbeitet und defensiv sehr intensiv und aggressiv gespielt haben.“ Die BBA zwang Herten zudem zu 21 Ballverlusten und erarbeitete sich dadurch zahlreiche zusätzliche Abschlüsse. „Das große Problem war unsere Trefferquote. Mit 5 von 29 Dreiern, also 17 Prozent, und auch einer zu schwachen Quote aus dem Zweierbereich haben wir einfach zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht.“
Für Freyer ist damit auch klar, woran die BBA ansetzen muss: „Wenn du dir so viele zusätzliche Würfe erarbeitest, gewinnst du ein solches Spiel normalerweise, wenn du nur einigermaßen normal triffst. Das war für mich der entscheidende Grund, warum wir das Spiel verloren haben.“
Trotz des Auftaktspiels richtet sich der Blick bereits nach vorne. „Wir müssen genauso intensiv und aggressiv an beiden Enden des Feldes agieren wie in Herten. Wenn wir uns wieder so viele Möglichkeiten erarbeiten, bin ich überzeugt, dass wir offensiv eine bessere Quote haben werden.“ Gleichzeitig freut sich der Cheftrainer auf die Premiere vor heimischer Kulisse: „Wir freuen uns sehr auf unsere erste ProB-Partie vor heimischer Kulisse. Es wird spannend zu sehen, wie die Zuschauer die ProB annehmen und welche Atmosphäre in der Halle entsteht. Wir wollen diese Energie aufnehmen und unseren Fans zeigen, für welche Art von Basketball wir stehen.“
Das bedeutet der Auftakt: Das erste ProB-Kapitel der BBA Hagen ist geschrieben. In Herten sammelte die Mannschaft wichtige Erfahrungen auf diesem neuen Niveau. Jetzt wartet jedoch das nächste besondere Kapitel: die erste ProB-Heimpremiere in Hagen.
Statistik: Glavovic (24), Ziring (10), McKay (10), Loch (9), Okeke (8), Hornscheidt (7), Marei (5), Philipp, Jaiteh, Kirchhoff, Strauss.

SO GEHT’S WEITER:
03.10. | 19:30 Uhr
BBA HAGEN vs. SC RIST WEDEL
Erstes ProB-Heimspiel der Vereinsgeschichte
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