"Der Markt gibt nicht immer sofort die richtige Lösung her"
15.01.2026
Morgen gibt die BBA die erste Neuverpflichtung bekannt. Geschäftsführer Kosta Filippou zur aktuellen Lage und zur Nachverpflichtungsprozedur:
Wie ist deine aktuelle Beurteilung, läuft alles nach Plan?
Das Best Case Szenario ist natürlich, dass alle Spieler gesund bleiben und konstant performen. Das ist über eine komplette Saison aber eher die Ausnahme, daher gehört es dazu, auf Herausforderung zu reagieren und Anpassungen vorzunehmen.
Welche Herausforderungen?
Wir haben das Team bewusst so zusammengestellt: gestandene Spieler gepaart mit jungen Spielern mit Entwicklungspotenzial. Mit Aaron Badibo fällt ein wichtiger Spieler bis Saisonende aus. Dzemal Selimovic ist praktisch seit fünf Wochen wegen Krankheit und Verletzung raus, und er braucht noch einige Zeit. Zusammen bedeutet das 33 Punkte und 14 Rebounds pro Spiel weniger – schwer zu ersetzen.
Hätte man nicht schneller reagieren sollen? Die Verletzung von Badibo liegt fünf Wochen zurück.
Natürlich schauen wir nach Verletzungen sofort in den Markt. Aber reagieren heißt für uns nicht schnell jemanden zu verpflichten, sondern den bestmöglich richtigen Spieler zu finden. Das braucht oft Geduld und Timing. In der Zeit erfährt man aber auch, wie das Team Ausfälle als Ganzes kompensieren kann. Das war bisher sehr wechselhaft. Es gab ein starkes Spiel in Salzkotten, gefolgt von einem enttäuschenden Heimauftritt gegen Hamm. Die Spieler, die wir jetzt verpflichten sind also kein Zufall, sondern Ergebnis dieses Prozesses. Die Suche auf einem besonderen Spielermarkt der Local Player oder solche mit EU- oder Cotonou-Status mit hoher Qualität ist ohnehin sehr anspruchsvoll.
Ist die Suche beendet?
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Morgen stellen wir eine Neuverpflichtung vor, und zeitnah eine weitere. Unser Fokus liegt jetzt klar darauf, die beiden neuen Spieler gut zu integrieren und sportlich einzuordnen. Alles weitere bewerten wir wie immer situationsabhängig.