Top-Spiel hält lange, was es verspricht – Kodiaks geben sich erst zum Ende geschlagen


09.03.2026

Es war alles andere als eine optimale Vorbereitungswoche. Heimhalle gesperrt, Trainer krank, Ausfälle konstant. Vor einer tollen Kulisse in der Ischelandhalle kamen die Kodiaks aber zunächst sehr gut ins Spiel, konnten mit gutem Teambasketball überzeugen und gewannen das erste Viertel mit 25:15. Im zweiten Spielabschnitt wechselte dann das Bild, Grevenbroich konnte seine Intensität aufrechterhalten, die BBA kam in Foulprobleme und der Tabellenführer übernahm die Führung. Mit 41:46 aus Sicht der Gastgeber ging es in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit war dann fast ein Spiegelbild der ersten. Mit 29:22 spielte das Team von Interims-Head Coach Ralf Obermeit ein starkes drittes Viertel und holte vor der finalen Phase die Führung zurück. Beim Stand von 73:74 musste Moritz Hübner das Feld mit seinem fünften Foul verlassen, beim 75:77 sechs Minuten vor dem Ende ereilte dem verbliebenen Big Man Bryce Okpoh das gleiche Schicksal. Ab hier hieß der Score 5:19 für die Elephants und das Spielende ist damit schnell erzählt.

„Glückwunsch an die Elephants, sie spielen starken Basketball auf beiden Seiten des Courts. Das Ergebnis macht mir aber wenig Sorgen. Trotz einer unterirdischen Dreierquote sind wir sechs Minuten vor Ende noch voll im Spiel. Ich hätte das Spiel gerne mit Mo und Bryce bis zum Ende gesehen. Ohne die beiden haben wir der Physis von Grevenbroich zu wenig entgegenzusetzen. Das Team musste diese Woche einige Umstände meistern, vielleicht am Ende eine oder zwei Umstände zu viel.

Wir brauchen eine tiefere Rotation und müssen sehen, wie wir in den letzten beiden Spielen weitere Spieler eingebaut bekommen. Auf welcher Position wir dann in die Play-Offs gehen ist für mich da zweitrangig. Wir können ja ein Lied davon singen, dass dies nicht zwingend entscheidend ist“, so Geschäftsführer Kosta Filippou nach dem Spiel.

Auf die Frage, ob Dzemal Selimovic oder Yurii Kondrakov bald wieder zum Team stoßen, antwortete der Geschäftsführer: „Unwahrscheinlich."

Sollten beide tatsächlich beide nicht mehr zurückkehren, wären das der zweite und dritte Leistungsträger, die komplett ausfallen. Im November riss sich Aaron Badipo die Achillessehne (17,2 Punkte), Dzemal Selimovic (15,8 Punkte 8,8 Rebounds) fehlt seit Anfang Dezember und Yurii Kondrakov (12,0 Punkte) seit Mitte Januar.

Das ist alles andere, als einfach wegzustecken - und da gibt es nur einen Weg: Gemeinsam!